Können Polyphenole in Lebensmitteln gegen Corona helfen?

 

Polyphenole kommen in der Natur als sekundäre Pflanzenstoffe vor und haben den allgemeinen Ruf, als natürliches Antioxidant besonders gesund zu sein. Im Kontext der Corona-Pandemie werden Polyphenole nun auch vermehrt auf ihre antivirale Wirkung untersucht. Lies hier, was Polyphenole sind, in welchen Lebensmittel sie enthalten sind und wie sie möglicherweise den Verlauf von Corona-Erkrankungen mildern können.

Was sind Polyphenole? 

Polyphenole sind spezielle Stoffe, die in Pflanzen als Farb- und Geschmackstoffe wirken, um Fressfeinde fernzuhalten oder Tiere zur Samenverbreitung anzulocken. In manchen Pflanzen schützen sie auch vor UV-Strahlung (KB Pandey, 2009). Polyphenole sind natürliche Antioxidantien und schützen die Zellen, indem sie freie Radikale neutralisieren und damit oxidativem Stress vorbeugen. Zusätzlich zu ihren antioxidativen Eigenschaften, wirken viele Polyphenole auch entzündungshemmend und schwächen sogar das Wachstum von Krebszellen (Lansky, 2007).

Polyphenole & Antioxidantien: Welche Lebensmittel Ihre Ernährung verbessern

Lebensmittel, die besonders reich an Polyphenolen sind, sind u.A. Walnüsse, rote Weintrauben, Granatäpfel und Tee [3]. Dabei sind in diesen Lebensmitteln nicht zwingend dieselben Polyphenole enthalten. In roten Weintrauben etwa finden sich vor allem die Polyphenole Resveratrol, Quercetin und OPC (Oligomere ProCyanidine).

Mikroskop

Was haben Polyphenole mit Corona zu tun?

Neueste Studien zeigen, dass ein häufiger Auslöser für Organversagen bei Coronakranken oxidativer Stress ist. Dabei stützen sich diese Studien auch auf Untersuchungen der beiden anderen bekannten Corona-Viren "SARS-CoV" und "MERS-CoV". Mehrere Forscher schließen daher, dass eine Verringerung des oxidativen Stresses, z.B. durch die Zufuhr von Antioxidantien, einen milderen Krankheitsverlauf von COVID-19 zur Folge haben kann .

Insbesondere im Bezug auf die Behandlung von Akutem Lungenversagen konnte eine Reihe an positiven Effekten von Therapien mit Antioxidantien festgestellt werden. Darunter:

  • Verbesserung des Sauerstoffgehalts im Blut
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Verkürzung/-minderung von Beatmungszeit, Intensivbehandlungszeit, Organversagen, Krankenhausaufenthalten und Todesraten

Als letztes hat man herausgefunden, dass insbesondere Polyphenole antivirale Eigenschaften besitzen, durch die die Vermehrung von Corona-Viren an mehreren Stellen hemmen können. 

(Soto, 2020; Messina, 2020)

Fazit:

Der aktuell anerkannte Forschungsstand weist zwar noch einige Lücken auf, deutet aber stark darauf hin, dass sich die antioxidative Wirkung von Polyphenolen, zusammen mit ihren entzündungshemmenden Eigenschaften positiv auf den Verlauf einer COVID-19-Erkrankung auswirken kann. Es lohnt sich also wahrscheinlich, noch bedachter zu polyphenolreichen Lebensmitteln zu greifen.

Schaden kann es in jedem Fall nicht, denn solange die Polyphenole über natürliche Lebensmittel aufgenommen werden, können keine Nebenwirkungen entstehen und der Körper wird zudem auch mit anderen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt.

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Quellen:

Kanti Bhooshan Pandey, Syed Ibrahim Rizvi: Plant polyphenols as dietary antioxidants in human health and disease. In: Oxidative Medicine and Cellular Longevity. Band 2, Nr. 5, 2009, ISSN 1942-0900, S. 270–278, PMID 20716914, PMC 2835915

E. P. Lansky, R. A. Newman: Punica granatum (pomegranate) and its potential for prevention and treatment of inflammation and cancer. In: J Ethnopharmacol. 109(2), 19. Januar 2007, S. 177–206. PMID 17157465

Soto, M. E., Guarner-Lans, V., Soria-Castro, E., Manzano Pech, L., & Pérez-Torres, I. (2020). Is Antioxidant Therapy a Useful Complementary Measure for Covid-19 Treatment? An Algorithm for Its Application. Medicina56(8), 386. https://doi.org/10.3390/medicina5608038

G. Messina, R. Polito, V. Monda, L. Cipolloni, N. Di Nunno, G. Di Mizio, P. Murabito, M. Carotenuto, A. Messina, D. Pisanelli, A. Valenzano, G. Cibelli, A. Scarinci, M. Monda, F. Sessa, Functional role of dietary intervention to improve the outcome of COVID-19: A hypothesis of work, Int. J. Mol. Sci. 21 (2020)